Halbjahresfazit 2014

Time Turner
“I mark the hours, every one, Nor have I yet outrun the Sun. My use and value, unto you, Are gauged by what you have to do.”
Image Credits: S.Tore via Flickr

Mein Fazit für das erste Halbjahr:

  • Der Stresspegel ist nicht gesunken, sondern gestiegen.
  • Ich habe selten so viel im Unterricht gelacht wie mit dem Leistungskurs Physik in dem ich zur Zeit unterrichten darf. Unglaublich, oder?
  • Ich bin lieber in der Schule als im Seminar – wobei dies bei weitem nicht allen Referendaren in unserem Jahrgang so geht.
  • Zeit zum bloggen habe ich kaum noch. Leider.
  • Unterrichten ohne “Aufpasser” macht Spaß, ist aber trotzdem nicht weniger anstrengend.
  • Ich sage immer noch viel zu schnell “Ja” und denke erst später darüber nach, welchen Aufwand ich mir gerade aufgeladen habe.
  • In der Schule bin ich wirklich “angekommen” und fühle mich sehr wohl!

Das Einzige, was ich Moment noch mehr brauche als Schlaf ist: Zeit!

Unterrichtsfeedback – ein Experiment

Veritaserum
Veritaserum – Ein Zaubertrank der einen dazu zwingt die Wahrheit zu sagen …
Image: Gretchen P. (Flickr)

Nach den ersten beiden Unterrichtsbesuchen (siehe Teil I und Teil II) blieb teilweise etwas Ratlosigkeit und die Erkenntnis, dass es noch viele Baustellen gibt.

Was mich jedoch irgendwie am meisten wurmte war die Tatsache, dass die Protagonisten die mich zweifellos am öftesten sehen und beurteilen können bisher keine Möglichkeit erhalten haben ihre Einschätzung und Kritik loszuwerden – meine Schüler.

Also was tun? Nach kurzem googeln fand ich zwei Ansätze für kurze Fragebögen die zum Unterrichtsfeedback genutzt werden können (siehe hier und hier). Was mich an Fragebögen jedoch stört: Wie kritisch und ehrlich wird so ein Fragebogen ausgefüllt, wenn die Mentorin und ich anwesend sind und einem der Banknachbar im Nacken sitzt? Da die Schrift leicht identifiziert werden kann, ist eine Anonymität auch nicht wirklich gegeben.

Die Lösung erschien relativ simpel: Mein schulischer Google-Account bietet die Möglichkeit über GDrive sogenannte “Formulare”, im Prinzip einen Online-Fragebogen, zu gestalten und allen Schülern zugänglich zu machen. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Die Schüler können ihn freiwillig, allein und bei freier Zeiteinteilung daheim ausfüllen
  • Kein Druck oder Beobachtung
  • Anonymität

Also habe ich am Freitag in einer Freistunde schnell einen kleinen Fragebogen gestrickt und diesen den Schülern zur Verfügung gestellt, freiwillig und völlig anonym. Sie waren offensichtlich etwas verblüfft. Die ersten Antworten sind inzwischen eingetroffen – und die machen neugierig auf mehr!

Ein Demo-Formular findet ihr hier, das Passwort lautet “Twitter”.

Fortsetzung folgt.

My first weeks at school

It All Ends Here
My school maybe doesn’t look like Hogwarts – but this doesn’t lessen my excitement during the first weeks.
Image credits: Brett Kiger via Flickr

After my first weeks at school my head feels like exploding and it’s definitely time to use this Blog as intended – my personal “pensieve“, a reflective tool.

What I learnt about myself:

  • Asking a “good” question is much more difficult then expected. That’s definitely something I need to work on.
  • Another point to improve is my ability to “drive” the lesson forward.

What worked well:

  • The fact that I’m very familiar using IWB was very helpful, because I could concentrate on all the other things you need consider planning your first lessons.
  • I have two very experienced mentors, who are really supportive and made me feel comfortable in my new environment.

What I didn’t expect:

  • As far as I can see only a handful teachers out of 65 are using Facebook and I am the only one (so far) using Twitter.
  • The majority of teachers are keen to improve their work with IWB – the pure fact that they are installed just in so few rooms is thwarting them.
  • We actually have no budget at all to buy ICT or equipment for our physics laboratory. There’s no option then to buy stuff from your own money or improvise if possible. Everyone is looking for possibilities to get equipment for free, e.g. from closed schools. It actually feels like teachers need to dumpster diving – not the way it should be.

The change from university to school needs getting used to. At university I had a lot of freedom to try different things, a big range of ICT and small group of students. In school I have to follow the curriculum, the range of tools is limited (no Learning Management System, not much IWB, …) and there are often more then 25 students in one class – quite a difference.

I am not sure if I should use this Blog further to reflect my experiences at school or not. How do you manage the thin line between reflecting your own experiences and not to break official secrets or to annoy the persons you work with? Is a Blog really the right tool for that? Please share your experience (or thoughts) with me!