Smart Response – Klassenlisten importieren (mit Hindernissen)

Das neue Schuljahr hat gerade begonnen und mein Klassensatz Response XE soll in möglichst vielen Stunden und Klassen an geeigneter Stelle zum Einsatz kommen.

Natürlich war meine Lust gering die Klassenlisten jeweils per Hand einzutragen, sowas sollte doch über einen Import möglich sein?!

Siehe da, Smart bietet in den Response Lehrertools auch eine entsprechende Option an:

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Ein Import sollte möglich sein aus drei verschiedenen Quellen (Excel, CSV und Senteo):

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Also ganz einfach? Nicht ganz! Schnell eine Klassenliste erstellt, importiert – und da war sie, die Fehlermeldung:

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Also die Liste noch einmal überarbeitet, alle Spaltennamen angepasst – die Fehlermeldung blieb. Nacheinander habe ich folgendes probiert:

  • Excel-Datei mit den vorgegeben Bezeichnungen
  • CSV-Datei mit den vorgegebenen Bezeichnungen
  • Groß- und Kleinschreibung variiert
  • Reihenfolge der Spalten variiert

Nichts ging. Also die Online-Hilfe zu Rate gezogen und tatsächlich finden sich Hinweise sowohl für die Formatierung von CSV- als auch Excel-Dateien:

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Also noch einmal von vorne beginnen und brav alle Vorgaben einhalten, jeweils für eine CSV- und für eine Excel-Liste. Die Zeit verging, was blieb war die Fehlermeldung. Als ich kurz vor einem Wutanfall war erhielt ich jedoch den rettenden Tipp – eine Videoanleitung auf Youtube:

Es dauerte nicht lang und der kleine aber feine Unterschied war gefunden, es müssen die englischen Bezeichnungen als Tabellenkopf gewählt werden und nicht wie in den Hilfeseiten beschrieben die deutsche Übersetzung! Das heißt:

  • Firstname statt Vorname
  • Lastname statt Nachname
  • ID statt Kennung

Keine zwei Minuten später war die Liste erfolgreich importiert 😉 Die Hilfedatei/Anleitung sollte wohl dringend mal angepasst werden, denn an dieser Stelle entsteht unnötiges Frustrationspotential.

Mehr über den Einsatz der Response XE in der neuen Schule gibt es in Kürze!

Smart Notebook – 5 Features die ich noch vermisse!

*** Update 31.12.2014 ***

Smart hat direkt auf diesen Blog-Beitrag reagiert – Danke dafür! Ich habe die entsprechenden Antworten direkt unter die einzelnen Punkte eingefügt, damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann – bzw. von den Tipps profitiert. 

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So langsam neigen sich nicht nur die Herbstferien, sondern auch meine Elternzeit sich dem Ende entgegen und ich kann mich wieder etwas der Unterrichtsvorbereitung widmen. Genug Zeit also, sich wieder mal intensiver mit der Notebook Software zu beschäftigen 😉

Folgende Dinge vermisse ich und würden mir das Arbeiten sehr erleichtern:

1. Raster und Hintergrund
Eine einfache Möglichkeit per Menü ein Raster und die Hintergrundfarbe zu andern. Mir ist klar das es ein paar Workarounds gibt z.B. über die Galerie aber das ist umständlich! Diese Funktion ist elementar wichtig für alle Lehrer die ich kenne.

*** Antwort von Smart ***

In der Galerie kann man sich sehr einfach individuelle Ordner mit eigenen Inhalten anlegen. Sie könnten sich z. B. Seiten anfertigen, die Sie immer wieder verwenden wollen, und dort den Hintergrund anpassen oder ein Raster einfügen. Diese Seiten würden Sie unter „Eigene Inhalte“ speichern. Jederzeit können Sie diese per Drag-and-Drop herausziehen und in die geöffnete Datei einfügen. Hier gibt es ein Video, das alles Schritt für Schritt erklärt.

Die Hintergrundfarbe der Seite ändern Sie mit 2 Klicks über den Register „Eigenschaften“, das ist der vierte Register von oben an der Seite der SMART Notebook Software.

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2. Apps und Betriebssysteme
Es gibt zwei Apps für das iPad (Smart Notebook und Maestro) die es erlauben
a) Notebook-Dateien unterwegs anzusehen bzw. zu bearbeiten
b) Smart Notebook bzw. das Smartboard fernzusteuern

Beides Sachen die ich gut und interessant finde – ich habe aber kein iPad! Leider scheint eine Entwicklung für Android oder Windows nicht mal in Planung.

Unverständlich angesichts der Verbreitung und der potentiellen Menge an Interessenten! Interessant fand ich jedoch den Kommentar eines Freundes der die App bereits ausprobiert hat mit seinem iPad: “Die App fürs iPad finde ich überflüssig. Ein Großteil der Funktionen aus dem Smart Notebook Programm geht nicht. War nach dem Kauf sehr enttäuscht.”

3. Das arbeiten mit Tabs/mehreren Dateien

Es heißt zwar Männer seien nicht Multitasking-fähig aber so eingeschränkt, dass ich nicht mit mehreren Dateien arbeiten könnte bin ich nun auch nicht … 😉

Klar kann man(n) mehrere Instanzen der Software öffnen aber das ist nervig! Wenn ich auf “Datei-Öffnen” gehe möchte ich nicht erst meine aktuelle Datei schließen müssen – stattdessen sollte sich einfach ein zweiter Tab öffnen!

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4. Einbinden vorhandener Medienquellen

Es gibt eine ganze Reihe von Medienquellen wie Flickr, Wikimedia und andere die lizenzrechtlich “saubere” z.B. mit cc-Lizenz zur Verfügung stellen. Eine Verknüpfung oder ein Widget das den Zugriff auf diese Quellen direkt aus der Galerie erlaubt wäre sicher vielen Lehrern eine Hilfe!
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Außerdem sollte es programmiertechnisch keine Hürde sein diesen Bildern eine Verlinkung zum Original, bzw. den Urheber als kleines Textfeld/Wasserzeichen, einzufügen. So wäre eine rechtlich saubere und einfache Lösung für Lehrer zur Mediensuche gegeben – das wäre schlicht genial.

Ich vermisse bei der Gelegenheit auch einen Hinweis über die von Smart zur Verfügung gestellten Medien in der Galerie – stehen diese unter einer Lizenz oder sind sie lizenzfrei (Link)? Oder wer ist der Autor dieser ganzen Ressourcen? Fragen die dringend beantwortet werden sollten!

*** Antwort von Smart ***

Gerne möchte ich auf die Frage bei Punkt 4 zum Thema Lizenzen der Galerieinhalte antworten. SMART hat die Lizenzen aller Elemente in der Galerie erworben, die standardmäßig zur Verfügung stehen. Diese können frei verwendet werden, und es ist kein Quellennachweis nötig.

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5. Einfügen von Koordinatensystemen

Es ist möglich über die Mathe-Tools (die man extra erwerben muss!) Koordinatensysteme einfach und schnell in die Notebook-Seiten einzufügen. Praktisch nicht nur für den Matheunterricht, sonder natürlich auch für alle Naturwissenschaften.

Jedoch ist es nicht möglich die Achsenbeschriftung (standardmäßig erscheint hier x und y wie in der Mathematik üblich) zu verändern – was gerade in Physik ziemlich störend ist.

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Koordinatensystem Original (links) und mit Textfeldern (rechts)

Man kann sich zwar mittels Textfelder behelfen (so der Vorschlag von Smart selbst), aber welcher Lehrer macht sich schon die Mühe das für jedes Diagramm zu wiederholen?

 *** Antwort von Smart ***

Es ist richtig, dass sich in den Math Tools die Achsenbeschriftungen nicht ändern lassen. In vielen Fällen werden Sie aber vielleicht gar nicht in den Math Tools direkt arbeiten, sondern einfach auf eine Notebook-Seite. In dem Fall könnten Sie sich beliebige Koordinatensysteme ganz einfach mit Linien selbst erstellen, und diese wie oben beschrieben unter „Eigene Inhalte“ speichern, so dass Sie sie, wann immer sie gebraucht werden, schnell zur Hand haben.

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Liebe Entwickler von Smart – es gibt einiges zu tun 🙂

Smart Response XE – Teil 1

Kürzlich erreichte mich ein Smart Response XE Set, bestehend aus 27 Schülergeräten, einem Sender/Empfänger sowie dem dazu passenden Transportkoffer. Diesen möchte ich gerne in diesem Schuljahr intensiv nutzen und meinen Kollegen in der Schule ebenfalls zur Verfügung stellen. Bevor es soweit ist, werde ich die Möglichkeit nutzen die Geräte auf Herz und Nieren zu testen 🙂

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Der Smart-Koffer mit den Response XE Geräten und der Empfänger/Sender-Einheit.

Die Response XE gehören zu der von Smart angebotenen Produktfamilie der Schülerfeedbackgeräte. Es werden dabei insgesamt drei verschiedene Versionen angeboten (eine komplette Übersicht der insgesamt fünf (!) Versionen findet sich hier).

Die vorliegende Version XE soll sich insbesondere durch die Möglichkeiten zur Formeleingabe, sowie die größere QWERTY-Tastatur für die älteren Schüler bzw. Studenten eignen.

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Die Response XE Geräte mit QWERTY Tastatur und Softkey-Tasten (jeweils 5 links und rechts neben dem einfarbigen Display)

Um loszulegen wird nur der zugehörige Sender/Empfänger per USB am Rechner angeschlossen. Er wird automatisch installiert und von der Smart Notebook Software erkannt.

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Die Sende/Empfänger-Einheit wird per USB-Anschluss an den Rechner angeschlossen. Den Betriebsstatus (oder Probleme) werden über die Status LED signalisiert.

 

Was mir gut gefällt:

  • Die Geräte sind wirklich Plug&Play. Vom ersten Anstöpseln bis zur ersten Frage habe ich keine 10 Minuten benötigt.
  • Die Kommunikation läuft per Funk (welche Art konnte ich noch nicht herausfinden) und ist damit unabhängig von einem funktionierenden WLAN in der Schule flexibel nutzbar – angesichts unserer Ausstattung absolut notwendig und sinnvoll.
  • Im Prinzip können die Geräte auch ohne Smartboard genutzt werden, notwendig ist nur ein Laptop, sowie der beiliegende Empfänger/Sender. Das finde ich gut, denn wir haben nur in einigen wenigen Räumen auch Boards hängen – die Geräte kann ich aber überall gut einsetzen und gebrauchen.

Wo ich im Moment Verbesserungsbedarf sehe:

  • Displaysprache lässt sich nicht auf Deutsch umstellen, die Folge ist das bei Ja-Nein-Fragen auf den Geräten Yes und No erscheint. Für mich kein Problem – trotzdem nicht im Sinne des Erfinders.

  • Firmware-Updates zur Behebung dieses Mankos oder zur Erweiterung des Funktionsumfangs wird es wahrscheinlich nicht geben (dazu unten mehr).

Ein erstes kurzes Fazit bevor ich ausführlicher die einzelnen Funktionen testen werde:

  • Der Ansatz viele verschiedene Versionen anzubieten um möglichst eine breite Kundschaft anzusprechen ist natürlich im Grundsatz löblich. Allerdings müssen dann auch 5 verschiedene Systeme gepflegt, aktualisiert, unterstützt und dokumentiert werden. Vielleicht liege ich falsch, aber eine Konzentration auf weniger Versionen und dafür eine kontinuierliche Modellpflege scheint mir vielversprechender.

 

  • Auf lange Sicht werden die eigentlichen Geräte wohl zugunsten der web- bzw. App-basierten Versionen aussterben. Damit entfällt für die Schulen die Aufgabe immer neue Hardware zu beschaffen (die vorhandene, webfähige Infrastruktur kann weiter genutzt werden) und die web- oder APP-basierten Dienste lassen sich natürlich leichter pflegen und updaten. Die nicht mehr stattfindende (oder inkonsequente?) Modellpflege der Geräte (Firmware, Updates, …) scheint diese Tendenz zu bestätigen.

  • Die Batterielaufzeit erscheint mir ein kritischer Punkt. Smart gab auf Anfrage eine Laufzeit von 6 bis 12 Monaten an, ob sich dies in der Praxis bewährt wird sich zeigen.

    Ein weiterer Gefahrenpunkt hat sich auch bei den mir zugesandten Demo-Geräten offenbart: Werden die Batterien bei längerer Nutzung nicht entfernt oder pfleglich behandelt, können diese – wie bei allen elektrischen Geräten – mit der Zeit auslaufen und das Gerät im schlimmsten Fall zerstören. Bei insgesamt 4 Geräten konnte ich diese Rückstände feststellen, jedoch waren alle noch sorgfältiger Reinigung und Trocknung danach wieder problemlos einsatzbereit.

 

Folgende Dinge möchte ich gern in den nächsten Tagen erproben:

  • Eine Kurzanleitung aufschreiben in der Art “In 10 Minuten zu meiner ersten Fragerunde” 🙂
  • Funktionsumfang, d.h. was ist wirklich praktisch umsetzbar und was nur “gut gedacht”?
  • Auf welche Hürden muss ich meine Kollegen vorbereiten (Software, Bedienung der Geräte,…)?
  • Entwicklung einiger einfach adaptierbarer Vorlagen, die dann schnell und flexibel im Unterricht genutzt werden können.

Smart Notebook 14 – Eine Frage der Lizenz?

Wie bereits in mehreren Artikeln dargestellt (von Martina, Dejan und mir) hat sich die Lizenzpolitik von Smart vor kurzem geändert – für viele leider ziemlich überraschend.

Im Folgenden möchte ich kurz darstellen, wie der aktuelle Stand bezüglich Kosten und Lizenzarten aussieht und was dies konkret für die Schulen bedeutet.

1. Was sind die Unterschiede zwischen Smart Notebook 11 und Notebook 14?

Notebook 14 umfasst im Vgl. zur Version 11.4 im Hauptprogramm einige neue Zusatzfunktionen und Zusatztools wie z.B.:

  • SMART Math Tools powered by Geogebra
  • Math Editing
  • Ink Editing
  • SMART Response VE
  • XC Collaboration
  • 3D Tools
  • SMART Connect
  • Cropping
  • Paint Brush

Davon sind aus meiner Sicht am ehesten SMART Response VE und die 3D Tools als potentiell nützlich einzuschätzen, aber dazu in einem späteren Artikel vielleicht mehr. Interessant finde ich, dass mit Geogebra-Tools geworben wird – ein Programm, das frei verfügbare Freeware ist. Auf meine Nachfrage hat man mir folgendes erklärt:

“Es handelt sich hierbei um eine vollständige und nahtlose GeoGebra-Integration, was für den Anwender bedeutet:

  • Direkt Zugriff auf über 100.000 kostenlose, mathematische Lerneinheiten durch das integrierte GeoGebra-Tube direkt aus der Notebook-Datei heraus.
  • GeoGebra-Objekte lassen sich wie jedes andere Objekt auf einer Notebook-Seite platzieren, skalieren, rotieren und bewegen.
  • Weitere Inhalte (digitale Tinte, Texte, Bilder etc.) lassen sich neben GeoGebra-Objekten parallel auf der Notebook-Seite nutzen.
  • GeoGebra-Objekte lassen sich mit den Stiften annotieren.
  • Digitale Tinte oder Objekte in der Notebook-Software lassen sich per Drag&Drop in das GeoGebra-Objekt ziehen und interagieren (digitale Tinte – z.B. eine mathematische Formel – wird per Drag&Drop auf ein GeoGebra-Objekt mit einer Formelerkennung direkt umgewandelt und im Funktionsplotter live dargestellt, Objekte – z. B. ein Kreis – werden analog direkt als mathematische Funktion umgewandelt).
  • Der Lehrer hat nach wie vor eine zentrale Unterrichtssoftware und muss die SMART Notebook™ 2014 Software nicht mehr verlassen, um mit GeoGebra zu arbeiten, sondern kann direkt aus der SMART Notebook™ 2014 Software heraus GeoGebra nutzen und das Ergebnis ist ein jederzeit manipulierbares mathematisches Objekt (und kein statischer Screenshot eines Ergebnisses).
  • Durch die Integration ist keine Installation einer weiteren Software (GeoGebra) nötig.”

 2. MUSS die Schule auf NB 14 umsteigen?

Nein, denn die aktuelle Version 11.4. bleibt weiter “uneingeschränkt, kostenlos und als Schullizenz (auch zu Hause) für Lehrer und Schüler nutzbar” (Orginal-Zitat Smart). Es wird dabei zugesichert, dass SMART Notebook 11 Software noch mindestens bis zum April 2016 offiziell von SMART zum kostenlosen Download angeboten wird.


3. Aus den zur Verfügung stehenden Informationen ergeben sich folgende Optionen:

a) Man bleibt bei der Version 11 und verzichtet auf die zusätzlichen Tools – was für einen Großteil der Lehrer wahrscheinlich vollkommen in Ordnung ist. Man sollte sich jedoch langfristig eine Sicherung der Installationsdatei anlegen, da diese in absehbarer Zeit verschwinden wird.

b) Man möchte die aktuelle Version 14 nutzen und weiter mit Updates versorgt werden:

Sie haben bereits Smartboards:

Dann ist ausschlaggebend, wann die Schule diese Boards erworben hat – denn ein kostenloses Upgrade wird es nur für Käufe nach dem 15.03.2013 geben!

Hierzu heißt es:

“Jedes SMART Board® Interactive Whiteboard, was nach dem 15. April 2013 erworben wurde erhält automatisch rückwirkend für 1 Jahr SMART Notebook™ Advantage Classroom (den Software-Wartungsvertrag) und somit auch kostenlosen Zugriff auf eine SMART Notebook™ Classroom License und die verbleibende restliche Zeit des einen Jahres (ab Kaufdatum) SMART Notebook™ Advantage Classroom. Dazu muss die entsprechende SMART Hardware noch einmal über die SMART Webseite kostenlos registriert werden und der Kunde erhält den SMART Notebook™ 2014 Softwarelizenz Produktschlüssel per eMail.”

Im Klartext: Jedes Board kann einmal aktiviert werden und erhält eine Classroom Lizenz – welche die Aktivierung von 4 Computern beinhaltet!

Hat man die Boards vor dem 15.03.2013 erworben gilt folgende Regelung:

“Für Kunden, die in den Klassenräumen bereits ein SMART Board® Interactive Whiteboard haben gilt, dass diese direkt in SMART Notebook™ Advantage Classroom (den Software-Wartungsvertrag) einsteigen, ohne vorher erst wie oben eine SMART Notebook™ 2014 Softwarelizenz gekauft zu haben. Der Preis ist hier somit deutlich geringer und liegt bei der Laufzeit für SMART Notebook™ Advantage Classroom für 1 Jahr bei etwas über € 40,- (pro Klassenraum).”

c) Man möchte die gesamte Schule mit Lizenzen versorgen – für alle Lehrer und Schüler

Unter Umständen arbeiten ja sehr viele Lehrer in den mit Smartboards ausgestatteten Räumen und eine flächendeckende Verteilung von Lizenzen macht Sinn. Dazu gibt es von Smart eine “Schullizenz” (Site License):

“Eine SMART Notebook™ Site License muss immer separat erworben werden (wird also nie mit einem SMART Board® Interactive Whiteboard von Hause aus gebundlet). Die Größe der Site wird vom Kunden definiert (mindestens eine komplette Schule bis hin z. B. die ganze Stadt Hamburg für alle Schulen). Hier wird immer eine individuelle Kalkulation für den Kunden erstellt, da es u. a. auch darauf ankommt, ob bestehende SMART Hardware (und somit bestehende SMART Notebook™ 11 Softwarelizenzen) existiert, die dann angerechnet wird.”

Die Kosten, bzw. der Preisbereich hierfür ließen sich leider nicht in Erfahrung bringen. Interessant dabei: Es zählt die Anzahl der Räume – nicht die Anzahl der Räume mit Smartboards!

d) Neuanschaffung eines Smartboards

Kauft man aktuell ein Smartboard so erhält man eine 1-jährige Lizenz dazu, wie ebenfalls von Smart bestätigt wurde:

“Jede, nach dem 15. April 2013 erworbene, neue SMART Hardware (wie SMART Board® interactive whiteboard, SMART Board interactive flatpanel display, SMART Response™, SMART Document Camera) wird jeweils mit einer SMART Notebook™ Classroom License inkl. 1 Jahr SMART Notebook™ Advantage Classroom gebundelt.”

e) Neuanschaffung einer anderen interaktiven Tafeln

Angenommen man hat int. Tafeln eines anderen Anbieters und möchte auf diesen aber trotzdem die Software von Smart nutzen, so gibt es ab sofort folgende Möglichkeit:

“Eine SMART Notebook™ Classroom License mit den 4 Aktivierungen (in diesem einen Klassenraum, für die sie erworben wurde) und 1 Jahr lang SMART Notebook™ Advantage Classroom inklusive kostet rund € 230,- (pro Klassenraum).”

Natürlich stellt sich die Frage, was passiert wenn die Laufzeit von einem Jahr ausläuft:

In allen Fällen gilt, dass die einmal erworbene SMART Notebook™ 2014 Software uneingeschränkt weiterläuft, auch wenn das für ein Jahr mitgelieferte SMART Notebook™ Advantage (der Software-Wartungsvertrag) vom Kunden nicht verlängert wird. In diesem Fall erhält der Kunde keine neuen Versionen der Notebook Software mehr, die bestehende Version läuft aber wie beschrieben weiter!

Auf Nachfrage gibt es jedoch einen Haken:
“SMART Response™ VE ist das (derzeit) einzige AddOn der SMART Notebook™ 2014 Software, das auch direkt an die Laufzeit von SMART Notebook™ Advantage gekoppelt ist. Läuft SMART Notebook™ Advantage aus, steht auch SMART Response™ VE nicht mehr zur Verfügung, bis SMART Notebook™ Advantage erneut erworben/verlängert wird.”

Sehr Schade – denn das Abstimmungstool wäre sicher mit Abstand eines der stärksten Kaufargumente gewesen!


Fazit

Smart Artikel

Insgesamt gibt es einige mögliche Optionen, die sicher eine ganze Bandbreite an Szenarien abdecken. Insgesamt ist es für meinen Geschmack zu kompliziert und leider zu schlecht kommuniziert wurden – ich bin gespannt wie viele Schulen in Sachsen tatsächlich ein Update wagen werden!

Trotz aller Kritik muss man anerkennen, dass das Social-Media-Team hat immer schnell (und freundlich!) auf Anfragen reagiert und verschiedenen Blogs aufmerksam verfolgt – durchaus keine Selbstverständlichkeit!

Sollten mir trotz sorgfältiger Recherche irgendwo ein Fehler unterlaufen sein oder jemand andere Informationen erhalten haben – ich bin für jeden Hinweis dankbar!

 

Am Scheideweg

Am Scheideweg
Am Scheideweg – CC-BY-SA Faldrian / jenseitsderfenster.de

Gestern bin ich durch einen Tweet auf die Version Notebook 2014 von Smart aufmerksam geworden.

Dies hat mich verwirrt,denn ich nutze Smart und habe keine Update-Benachrichtigung bekommen?! Als ich dann etwas nachgeforscht habe, bin ich fast aus allen Wolken gefallen:
SMART hat sein Update- und Lizenzmodell geändert, was so ziemlich alle Schulen die es nutzen kalt erwischen dürfte! Die Kernpunkte sind:

  • Alle die ein Smartboard vor dem 15.04.2013 gekauft haben,müssen für die aktuelle Version blechen.

  • Dieser Kauf beinhaltet Updates für ein Jahr, außer man schließt eine Art Wartungsvertrag über mehrere Jahre ab.

Nun haben die meisten Schulen allerdings ein Probleme:

Die Wartung der interaktiven Whiteboards (Beamerlampe etc.) ist von den meisten Schulträgern finanziell schon kaum zu stemmen – wie soll man da langfristig teure Softwareupdates finanzieren? Zumal diese Änderung des Updatemodells nach meinem Wissen den Schulen nicht bekannt war (und vermutlich auch noch nicht ist!!!).

Natürlich kann man verstehen, dass die Firmen mit ihren Produkten Geld verdienen wollen. Allerdings lässt sich Smart bereits viele zusätzliche Addons (z.B. für die Mathematik, Klassenverwaltung,…), die über das Basisprogramm hinausgehen gut bezahlen…  Ich bin sehr gespannt wie viele Schulen diesen Weg einschlagen werden – und können.

Promethean, der größte Konkurrent, geht einen völlig anderen Weg:
Die Software wird über ein Bildungsprogramm allen Lehrer und Schülern/Studenten kostenlos zur Verfügung gestellt (siehe Link). Ohne Einschränkungen.

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Software Lizenzprogramm für die Lehrer Aus- und Fortbildung (SLLAF)

Aus meiner Sicht grenzt das Vorgehen von Smart an eine Unverschämtheit, denn es trifft in erster Linie die aktiven Nutzer interaktiver Tafeln. Natürlich ist diese klammheimliche Änderung mit der Hoffnung auf mehr Profit eine Bestätigung für die erbitterten Gegner IWBs – denn Vorwurf der Geldverschwendung wiegt natürlich schwer.

Die Lehrer/Schulen zu verprellen die Basis des Geschäftsmodells sind und ihre Plattform am Leben erhalten ist zumindest gewagt.

Ich bin gespannt wie die Reaktion der Lehrer/Schulen und Schulbehörden ausfällt – und wann dieses Vorgehen überhaupt bemerkt wird!

Man darf auch gespannt sein,welcher eingeschlagene Weg sich auf Dauer in den Schulen und Universitäten durchsetzen wird.

**** Update 29.04.2014 ****

Bezüglich des Preises für das Update hält man sich bei SMART bedeckt,, stellt jedoch Rabatte für SMART-Nutzer in Aussicht:

Ein Experte aus England berichtet jedoch von einer Preisspanne zwischen 14 und 35 Pfund, umgerechnet 17 bis 43 Euro:

Auch mehrmaliges Nachfragen beim lokalen Anbieter hat zu noch keiner befriedigenden Antwort geführt, genannt wurde lediglich ein Preis von 229 Euro für eine 4er-Lizenz – was sich in etwa in dem genannten Preisrahmen aus England befindet.

Bezüglich der Lizenz von Promethean muss ich mich korrigieren – übereinstimmend mit dem Kommentar von Tob – muss es (in Kurzform) wie folgt richtig lauten:

  • Die Lizenz ist kostenfrei für Ausbildungsstätten wie Universitäten (inkl. Studenten) und Fortbildungsinstitute. Immerhin kommen so Lehramtsstudenten in den Genuss einer Vollversion.
  • Kauft eine Schule auch nur ein einziges Bord, erhält man automatisch eine komplette Schullizenz für die Software! Alles in allem trotzdem eine faire Lösung wie ich finde.